Preisanstieg für Nadelschnittholz wirkt sich aus

Das Schnittholzangebot für Verpackungen und Paletten ist seit Herbst 2017 knapp. Dies führte zu Preisanstiegen, Lieferengpässen sowie längeren Lieferzeiten. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist die gute Wirtschaftslage in Deutschland und Polen. In der Folge müssen die Kunden bei Standardware wie der klassischen Europalette weiterhin mit Wartezeiten von mehreren Wochen rechnen. Dank der guten Organisation und Planung konnte die Holliger Gruppe die Lieferfristen mehrheitlich einhalten.

Seit gut einem halben Jahr hat die Produktion von Sonder- und Standardpaletten weiter zugenommen. Bei Standardpaletten ist die Zahl von Anfragen gestiegen, wobei häufig Neukunden aktiv wurden. Aber auch bestehende Kunden mit Abnahmeverträgen haben zusätzliche Mengen bestellt.

Engpässe bei der Schnittholzversorgung wirkten sich auf Palettenproduktion aus

Die knappe Verfügbarkeit von 1.-Wahl-, bzw. Gebrauchtpaletten in A-Qualität hat im letzten halben Jahr zu einem deutlich spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Neupaletten geführt. Lieferungen für Neupaletten konnten durchschnittlich mit zwei bis drei Wochen Vorlauf bestätigt werden. Die knappe Verfügbarkeit von Frachtkapazitäten hat die Situation zusätzlich erschwert. Verharrt die starke Nachfrage weiter auf diesem hohen Niveau, könnte sich die Lage noch verschärfen.

Diese Marktlage führte zu einer verstärkten Nachfrage bei den Holzlieferanten und in der Folge zu höheren Anschaffungskosten für das Nadelschnittholz. Der durchschnittliche Nadelschnittholzpreis auf dem deutschen Markt stieg gemäss dem HPF-Holzpreisindex im 4. Quartal 2017 auf 166,8 Punkte. Dies ist der höchste je gemessene Wert.

Über alle Holzsortimente stieg der durchschnittliche Preis seit dem 4. Quartal 2016 um 9,7%. Die höchsten Steigerungsraten wiesen breitensortierte Seitenware und 17-mm-Kistenbretter auf. Überdurchschnittlich sind auch die Preise für die verschiedenen Kantholzdimensionen gestiegen.

Konjunktur läuft

Die europäischen Palettenhersteller lasteten ihre Produktionsanlagen auch über den Jahreswechsel voll aus, um den Bedarf der Kunden zu stillen. Trotz dieser Situation ist die Rohwarenversorgung bei der Holliger Gruppe zum grössten Teil gesichert, obwohl es im Markt zu Engpässen kommen kann.

Doch nicht nur die Holzpreise sind gestiegen: Auch bei den Transportkosten und den Einkaufspreisen für Nägel kam es in den vergangenen Monaten zu Preiserhöhungen.

Fazit

In einer Welt, die mit Just-in-time-Bestellungen lebt, lohnt es sich, den eigenen Bedarf an Paletten frühzeitig zu planen. Dadurch können Produktionsunterbrüche und Verzögerungen bei der Auslieferung vermieden werden.

Holzpreisindex

Der Preisindex für Schnittholz und Holzwerkstoffe für Holzpackmittel und Paletten wird durch den Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn, ermittelt. Die einzelnen Indizes (Massivholz für Paletten; Massivholz für Holzpackmittel; Sperrholz für Verpackungen; OSB für Verpackungen) geben die Entwicklung der Einkaufspreise der in der Branche verwendeten Schnittholz- und Holzwerkstoffsortimente aus dem In- und Ausland wieder. Die Erhebung wird vierteljährlich am Ende des jeweiligen Quartals durchgeführt. Die Holliger Gruppe orientiert sich bei der Preisgestaltung an diesem Preisindex, da sie in der Schweiz und in Deutschland produziert.