EPAL mit weiterem Rekordjahr 2017

Wie die European Pallet Association e.V. (EPAL) heute bekannt gegeben hat, konnte auch das abgeschlossene Jahr 2017 mit neuen Rekordwerten aufwarten. Die Produktion von neuen, qualitätsgeprüften Paletten stieg um 9.7 Prozent auf insgesamt 88.3 Mio. EPAL-Paletten. Neben der Neuproduktion konnten auch die Reparaturzahlen im vergangenen Jahr auf 27.5 Mio. Reparaturen gesteigert werden, was ebenfalls einer satten Zunahme von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die EPAL wurde 1991 als Dachverband von europäischen Paletten-Herstellern gegründet. Die Hauptaufgabe der EPAL ist seither unverändert und umfasst die weltweite Qualitätssicherung von EPAL-Paletten und Gitterboxen. Seit kurzen zählt auch die Qualitätssicherung von Chemiepaletten (CP-Paletten) zu den Aufgaben der EPAL.

Wir nehmen die aktuelle Meldung zum Anlass, die wichtigsten Fragen im über die EPAL zu beantworten.

Was braucht es um EPAL-Paletten herstellen zu können?

Damit ein Hersteller von Holzpaletten EPAL-Paletten produzieren kann, muss er bei der EPAL ein Lizenzantrag stellen. Wird dieser Antrag nach erfolgter Betriebsbegehung angenommen, kann der Betrieb mit der ersten Produktion von Paletten mit dem Brandstempel «EPAL im Oval» beginnen. Die wichtigste Komponente der Lizenzierung ist die Einhaltung der technischen Reglemente und Zeichnungen.

Wie wird die Einhaltung der technischen Reglemente und Zeichnungen kontrolliert?

Die Qualitätssicherung und damit die Einhaltung der technischen Reglemente und Zeichnungen wird in Zusammenarbeit mit einem externen Partner sichergestellt. Aktuell handelt es sich dabei um Bureau Veritas. Dieser externe Partner stellt weltweit Personalressourcen zur Verfügung, um alle lizenzierten Betriebe mindestens einmal pro Monat einem unangemeldeten Qualitätsaudit zu unterziehen. Dabei wird sichergestellt, dass weltweit mit den gleichen Kriterien sowie den gleichen Hilfsmitteln gemessen wird.

Wie finanziert sich die EPAL?

Bei der EPAL handelt es sich um einen nach deutschem Recht eingetragenen Verein. Der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen Gewinnziele und ist als klassische NPO ausgestaltet. Die Einnahmen der EPAL bestehen aus Lizenzgebühren, welche pro hergestellte oder reparierte Palette oder Gitterbox direkt beim Hersteller/Reparateur erhoben werden.

Welche Interessen verfolgt die EPAL?

Oberstes Ziel der EPAL ist, das Vertrauen der Palettenverwender in die Marke EPAL zu stärken. Hauptsächlich setzt die EPAL dabei auf den oben beschriebenen Weg der Qualitätssicherung. Nebenbei ist EPAL an verschiedenen Messen präsent und trägt das EPAL-Konzept mittels klassischer Werbung in die Welt hinaus. Im weiteren verfolgt die EPAL einen aktiven Markenschutz um Fälscher von der Produktion von EPAL-Paletten abzuhalten.

Was unterscheidet EPAL von CHEP, LPR und anderen Anbietern?

Im Gegensatz zur EPAL-Palette handelt es sich bei den blauen, grünen oder roten Paletten um geschlossene Miet-Pools, welche einem spezifischen Unternehmen zugeordnet werden können. Beim EPAL-Pool handelt es sich hingegen um einen offenen Pool, welcher aufgrund seiner Ausgestaltung gegenüber den geschlossenen Pools viele Vorteile hat und zugleich die Umwelt schont. Die EPAL selbst ist dabei kein Marktteilnehmer.